Eine super Eingewöhnung!

Das kleine Tochterkind ist gut in der Krippe angekommen und die Eingewöhnung abgeschlossen. Sie fühlt sich sehr wohl und geht meistens gerne aus dem Haus. Vor der Eingewöhnung habe ich mir schon Sorgen gemacht, denn bei der großen Tochter gab es eigentlich keine richtige Eingewöhnung. Der Erzieher war damals mit 18 (!) Kindern alleine in der Gruppe,sprang hin wo er gerade am nötigsten gebraucht wurde, hatte eigentlich gar keine Zeit für eine Eingewöhnung. Die große Tochter hätte in die Gruppe und in den Kindergartenalltag hinein begleitet werden müssen, musste sich aber mehr oder weniger alleine einfügen..Gleichzeitig gab es noch einen anderen neuen Jungen, der ebenfalls 3 Jahre zuhause betreut wurde und eine richtige Eingewöhnung gebraucht hätte. Die beiden mussten sich dann mehr oder weniger  alleine durchwurschteln.Wir als Eltern saßen lange, eigentlich viel zu lange mit dabei…Der Zeitpunkt wo wir uns verabschieden hätten sollen wurde verpasst..Wir hätten uns passiv verhalten sollen, was aber gar nicht ging, da der Erzieher meistens mit den anderen Kindern und dem laufenden Betrieb beschäftigt war.. Dementsprechend lange dauerte es bis die große Tochter sich an den Kindergartenalltag, die Kinder & den Erzieher gewöhnt hatte.

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Jetzt war es ganz anders und mein Erzieherinnen Herz hüpft vor Freude, wenn ich an die Eingewöhnung der Kleinen zurück denke. Die Eingewöhnung fand in Anlehnung an das ” Berliner Modell” statt. das Kind soll langsam an die neue Situation in der Krippe gewöhnt werden. Am 1. Tag waren wir alle gemeinsam für ca. 30 Minuten in der Einrichtung. In einem Raum waren also ( Mama, Papa, Tochterkind & Erzieher). Wir haben uns einfach mit dem Erzieher unterhalten, das Tochterkind saß auf unserem Schoß und hat einfach zugeschaut und zugehört. Um sie nicht zu überfordern, sind wir nach einer halben Stunde wieder gegangen. Die folgenden Tage kamen wir immer für ca. 1 Stunde, ich habe mich auf einen Stuhl gesetzt und mich möglichst passiv verhalten und der Erzieher hat versucht mit der Tochter zu spielen. Anfangs noch sehr schüchtern ging es von Tag zu Tag immer besser. Zu diesem Zeitpunkt waren waren immer noch zu dritt im Raum ( Ich, Tochter & Erzieher) Erst als die Tochter schon Vertrauen zu ihrem Erzieher aufgebaut hat, kamen ein paar wenige Kinder dazu.

Ein besonderer Schritt ist natürlich,wenn man das erste mal das Zimmer verlässt. Das ging aber immer ganz unproblematisch. Wir sind gemeinsam in die Gruppe gegangen, ich habe mich auf einen Stuhl gesetzt und gelesen. Der Erzieher hat angefangen mit der Tochter zu spielen und irgendwann sind sie zum Bücher anschauen übergegangen. Dies war dann mein ” Stichwort”, wo ich mich verabschiedet habe. Die ersten Male bin ich nur kurz aus dem Raum gegangen, dann wurden die Abstände immer größer…

Ich bin noch einige Tage in der Einrichtung geblieben um schnell wieder bei der Tochter sein zu können, falls sie weint und sich nicht beruhigen lassen könnte. Nach etwa 2 Wochen hatte sie so viel Vertrauen zu ihrem Bezugserzieher, das wir den Zeitraum jeden Tag etwas ausweiten konnten.

Inzwischen bleibt zum Mittagessen, macht ihren Mittagsschlaf und wenn ich sie abhole, strahlt sie mich an und hat meistens gute Laune.

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Das war eine super Eingewöhnung, eine gute Basis für eine schöne Kindergartenzeit!

mit besten Grüßen,

Nadine

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