Rezension “Das Vogelhaus” von Eva Meijer

Das Buch ” Das Vogelhaus“, erschienen im August 2018 im btb Verlag handelt von Len Howard (1894-1973).Die Forscherin verbrachte die zweite Hälfte ihres Lebens in einem kleinen, abgelegenen Haus in Südengland. Sie veröffentlichte äußerst erfolgreiche Bücher über die Vögel, die sie in ihrer Umgebung beobachtete, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Tierforschung. Die Grundlage ihrer Studien war das Vertrauen, das sie zu den scheuen Tieren aufbaute, sie erforschte ihren Gesang, ihren Charakter, ihre Eigenarten und Gewohnheiten in der Natur. Und tatsächlich wurde ihr Cottage ein echtes „Vogelhaus“, in dem die Meisen und Drosseln ein- und ausflogen – wenn es Len Howard denn gelang, unerwünschte Besucher fernzuhalten.

Meine Meinung zu dem Buch:

Mir gefällt schon die Aufmachung des Buches sehr gut. Es ist beige und ein Vogel ist auf dem Titelbild zu sehen. Mich hat das Buch wirklich in den Bann gezogen. Das Buch basiert auf den Aufzeichnungen der Vogelkundlerin Len Howard und hat somit biographische Züge. Dennoch hat die Autorin den Spagat zwischen Biographie und Roman sehr gut hinbekommen, das Buch ist sehr flüssig zu lesen. Die Protagonistin kommt aus einer wohlhabenden Familie, in der Literatur und Musik eine große Rolle spielt. Len lebt mit ihren Geschwistern, ihrer psychisch kranken Mutter und ihrem Vater zusammen in ländlicher Gegend und geht schließlich nach London, wo sie die Geige in einem Orchester spielt. Von ihrem Vater hat sie die Liebe zur Natur und den Vögeln mitbekommen und ihre Naturverbundenheit spielen die ganze Zeit eine große Rolle. Die Autorin beschreibt die Charaktere der Menschen und Vögel so bildhaft das ich mich gut in das Buch hineinversetzten konnte, obwohl das Thema mich bisher nicht so sehr interessiert hat. Im Laufe von Lens Leben wendet sie sich immer mehr von dem gesellschaftlichem Leben ab und taucht ganz in ihre Forschungen und das Leben mit den Vögeln ab. Schön finde ich auch, dass es wirklich ein Buch über die Liebe zur Vogelkunde ist und nicht noch eine weitere Liebesgeschichte zu einem Mann gesponnen wurde, wie es sonst häufig in Romanen der Fall ist. Eine klare Leseempfehlung!

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