Gelesen: “Alles was geschieht, hat seinen Grund”(Rezension)

Am Wochenende habe ich mal wieder ein Buch gelesen das noch zum rezensieren auf meinem Nachttisch lag. ” Alles was geschieht, hat seinen Grund ” ist im btb-Verlag erschienen und hat 284 Seiten.

Das Buch spielt in Madrid und es geht um 4 Frauen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen:

Viviana hat in ihrer Kindheit negativ prägende Erfahrungen gemacht, arbeitet als Prostituierte und versucht den Weg heraus, Carmela hat Krebs und möchte ihren Sohn Manuel nicht damit belasten, Marina wurde von ihrem Mann verlassen und Sara versucht ihr Erlebnis einer geplatzten Hochzeit per Therapiesitzungen zu verarbeiten.

Es geht um Freundschaft und Liebe, um geplatzte Träume und die Gefühle und Visionen der Frauen. Wie der Titel schon verrät geht es aber auch um Hoffnung, nämlich die Hoffnung das vielleicht alles was passiert einen tiefen Sinn hat, auch wenn man diesen in schweren Momenten (noch) nicht erkennen kann.

Das besondere an diesem Buch ist der Stil, denn alle 4 Frauen hinterlassen Nachrichten auf Anrufbeantwortern. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz (man hat ja auch auf Anrufbeantwortern nur wenige Minuten Zeit). Ehrlich gesagt hat mich der Stil und der häufige Wechsel der 4 Charaktere etwas irritiert und ich brauchte ein wenig Zeit um mit der Geschichte warm zu werden, was sich dann aber im Lesefluss schnell gelegt hat. Ich mag es wenn man Stück für Stück begreift,wie die einzelnen Personen und Geschichten miteinander verwoben sind und sich wie bei einem Puzzle, zu einem ganzen Stück zusammenfinden.Das passiert auch hier und am Ende ergibt sich ein rundes Bild. Eine schöne Lektüre die sehr schwer beginnt und zum Ende an Leichtigkeit gewinnt.

 

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