Die letzte Woche: Frühlingswaldwoche

In der letzten Woche war es wieder soweit: Eine der beliebtesten Wochen im Kindergartenjahr – die Frühlingswaldwoche hat wieder stattgefunden! Es wurde wieder gewandert, gesägt, gehämmert, geschnitzt, es hab Stockbrot und es wurden Mandalas gelegt… Hier nur ein paar Fotos..

Mit besten Grüßen,

Nadine

Waldwochen im Sommer

Es liegen wieder 2 Sommerwaldwochen hinter mir. Ich würde euch gerne ein paar Ideen mitgeben, was man alles mit den Kindern tolles im Wald unternehmen kann. Zunächst möchte ich aber schreiben, das manchmal eben doch weniger mehr ist. Langeweile kam eigentlich gar nicht auf. Die Natur bietet genügend Freiraum für eigene Spielideen….

Am Anfang wurden ein paar wichtige Regeln besprochen und bei Bedarf auch mal wiederholt. Ansonsten gab es einen Bollerwagen mit ein paar wichtigen Sachen wie 1.Hilfe- Tasche, Wasser, Sägen, Hämmer & Nägel, Schnitzmesser.

Die meiste Zeit waren die Kinder also mit Spielen und werkeln im Wald beschäftigt.

Ansonsten gab es noch:

  • 2 größere Wanderausflüge
  • Suppe schnippeln und kochen überm Lagerfeuer
  • Ausflug zum Pferdehof
  • Ausflüge zu Spielplätzen in Parks und Waldnähe
  • Stockbrot am Feuer
  • Tippi/ Buden/ Waldsofa bauen
  • Stöcker schnitzen

Hier noch weitere schöne Ideen, die ich gefunden habe:

Einen schönen Artikel über Naturpädagogik findet ihr hier in der Zeitonline.

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Mit besten Grüßen,

Nadine

Hallo Juni!

 

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Schwupps, schon wieder ein neuer Monat! Dazu ist heute Kindertag!

In Kindergarten der Mädchen und in „meinem“ Kindergarten wird heute Kindertag gefeiert. Ich habe mal gesammelt,was man da so schönes Veranstalten kann:

  • Verschiedene Spiele, z.B Dosenwerfen, Sackhüpfen, Zielwerfen, Brezeln von der Leine essen,Topfschlagen, Kissenschlacht, Wasserschlacht, Eierlauf…
  • Popcorn machen und essen
  • bunte Obstspieße
  • Pinatas
  • Schnitzeljagt
  • Limonade oder Holundersirup herstellen/trinken
  • Kino/ Fotoschleife
  • Verkleidet in den Kindergarten gehen
  • Mal und Basteltisch
  • Kinderschminken
  • Papierschlagen,Wimpelketten, Luftballons…

Einen schönen Kindertag,

Nadine

Mit dem Kindergarten im Wald „Frühlingswaldwochen“

Ganz nach meinem Geschmack haben wir die letzte Aprilwoche mit dem Kindergarten im Wald verbracht.Es wurde gehämmert, gesägt, geschnitzt, durch den Wald gerobbt und getobt, ein Haus/Tippi gebaut und Tiere und Pflanzen beobachtet…

Natürlich kann ich keine Fotos von den Gesichtern der Kindern zeigen, dennoch ein paar Eindrücke.

Auf Regen, Schnee & Hagel hätte ich gerne verzichtet,aber es war ja noch April…

Die Natur hat so viel zu bieten, den meisten Kindern wurde nicht langweilig… Auch ich durfte ein neues Stück Leipzig kennenlernen. Wir haben eine Wanderung zum Reiterhof Lukas im Auwald gemacht. Nicht weit weg und doch mitten in der Natur,mitten im Auwald in der Nähe vom Stadtteil Lindenau und Leutzsch. Und nun freue ich mich auf die „Sommerwaldwochen“

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Mit besten Grüßen,

Nadine

Unikatum: Das Mitmach Museum für Kinder in Leipzig

Heute habe ich einen besonderen Tip für euch. Obwohl ich schon eine ganze Weile in Leipzig wohne, war ich neulich das erste mal im Unikatum, ein Mitmach-Museum für Kinder in Leipzig. Es gibt regelmäßig neue Ausstellungen, die aktuelle heißt „Die Stadtmaschine.“ Es gibt durch 7 verschiedene Häuser. Man kann sich verkleiden und bekommt Geld um etwas zu kaufen.Es werden verschiedene Themen behandelt, z.B was für Formen von Familie es gibt. Alles ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und darauf ausgerichtet das die Kinder viel ausprobieren können. Meine Töchter hatten viel Spaß bei der Kugelbahn. Man kann in ein Holzhaus klettern und von da aus Kugeln durch Rohre durch die Stadt rollen lassen. Diese kleine, aber feine Ausstellung ist unbedingt einen Besuch wert.

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Schönes Wochenende!

Nadine

Interessantes Interview in der Zeit Online

Hier ein interessantes Interview mit der Psychotherapeutin  Leibovici -Mühlberger aus der Zeit Online. Unter anderem geht es darum, das Kinder nicht nur Freiheiten, sondern auch Grenzen und vor allem Zeit und Aufmerksamkeit brauchen. Schön finde ich auch den Abschnitt,wo es darum geht das es manchmal schöner ( und günstiger) ist gemeinsam auf einer Wiese Butterbrote zu essen, als ins Kino zu gehen.

Einen schönen Mittwoch,

mit besten Grüßen,

Nadine

Eine super Eingewöhnung!

Das kleine Tochterkind ist gut in der Krippe angekommen und die Eingewöhnung abgeschlossen. Sie fühlt sich sehr wohl und geht meistens gerne aus dem Haus. Vor der Eingewöhnung habe ich mir schon Sorgen gemacht, denn bei der großen Tochter gab es eigentlich keine richtige Eingewöhnung. Der Erzieher war damals mit 18 (!) Kindern alleine in der Gruppe,sprang hin wo er gerade am nötigsten gebraucht wurde, hatte eigentlich gar keine Zeit für eine Eingewöhnung. Die große Tochter hätte in die Gruppe und in den Kindergartenalltag hinein begleitet werden müssen, musste sich aber mehr oder weniger alleine einfügen..Gleichzeitig gab es noch einen anderen neuen Jungen, der ebenfalls 3 Jahre zuhause betreut wurde und eine richtige Eingewöhnung gebraucht hätte. Die beiden mussten sich dann mehr oder weniger  alleine durchwurschteln.Wir als Eltern saßen lange, eigentlich viel zu lange mit dabei…Der Zeitpunkt wo wir uns verabschieden hätten sollen wurde verpasst..Wir hätten uns passiv verhalten sollen, was aber gar nicht ging, da der Erzieher meistens mit den anderen Kindern und dem laufenden Betrieb beschäftigt war.. Dementsprechend lange dauerte es bis die große Tochter sich an den Kindergartenalltag, die Kinder & den Erzieher gewöhnt hatte.

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Jetzt war es ganz anders und mein Erzieherinnen Herz hüpft vor Freude, wenn ich an die Eingewöhnung der Kleinen zurück denke. Die Eingewöhnung fand in Anlehnung an das “ Berliner Modell“ statt. das Kind soll langsam an die neue Situation in der Krippe gewöhnt werden. Am 1. Tag waren wir alle gemeinsam für ca. 30 Minuten in der Einrichtung. In einem Raum waren also ( Mama, Papa, Tochterkind & Erzieher). Wir haben uns einfach mit dem Erzieher unterhalten, das Tochterkind saß auf unserem Schoß und hat einfach zugeschaut und zugehört. Um sie nicht zu überfordern, sind wir nach einer halben Stunde wieder gegangen. Die folgenden Tage kamen wir immer für ca. 1 Stunde, ich habe mich auf einen Stuhl gesetzt und mich möglichst passiv verhalten und der Erzieher hat versucht mit der Tochter zu spielen. Anfangs noch sehr schüchtern ging es von Tag zu Tag immer besser. Zu diesem Zeitpunkt waren waren immer noch zu dritt im Raum ( Ich, Tochter & Erzieher) Erst als die Tochter schon Vertrauen zu ihrem Erzieher aufgebaut hat, kamen ein paar wenige Kinder dazu.

Ein besonderer Schritt ist natürlich,wenn man das erste mal das Zimmer verlässt. Das ging aber immer ganz unproblematisch. Wir sind gemeinsam in die Gruppe gegangen, ich habe mich auf einen Stuhl gesetzt und gelesen. Der Erzieher hat angefangen mit der Tochter zu spielen und irgendwann sind sie zum Bücher anschauen übergegangen. Dies war dann mein “ Stichwort“, wo ich mich verabschiedet habe. Die ersten Male bin ich nur kurz aus dem Raum gegangen, dann wurden die Abstände immer größer…

Ich bin noch einige Tage in der Einrichtung geblieben um schnell wieder bei der Tochter sein zu können, falls sie weint und sich nicht beruhigen lassen könnte. Nach etwa 2 Wochen hatte sie so viel Vertrauen zu ihrem Bezugserzieher, das wir den Zeitraum jeden Tag etwas ausweiten konnten.

Inzwischen bleibt zum Mittagessen, macht ihren Mittagsschlaf und wenn ich sie abhole, strahlt sie mich an und hat meistens gute Laune.

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Das war eine super Eingewöhnung, eine gute Basis für eine schöne Kindergartenzeit!

mit besten Grüßen,

Nadine

Zur Situation in deutschen Kindergärten (Personalschlüssel etc..)

Am Sonntag ist in Sachsen Landtagswahl, da ist das Thema um die Kinderbetreuung wieder mehr in die Öffentlichkeit gerückt. Mit unserem Umzug von Baden Württemberg nach Sachsen im Jahr 2011 ging der große Kita-Frust los. Nach vielen unerwartet, schlechten Erfahrungen rund um die Kinderbetreuung in Leipzig, kann man nun schwarz auf weiß den Personalschlüssel aller Bundesländer hier nachlesen. Dazu sei gesagt,dass dies nicht die reale Gruppensituation wiederspiegelt, da z.B.Urlaubs,- und Krankentage in der Grafik nicht berücksichtigt werden.Wie man der Grafik entnehmen kann, gibt es in Baden Württemberg einen relativ guten Personalschlüssel, während Sachsen abgeschlagen auf dem vorletzten Platz gelandet ist.

Mich macht das Thema wütend, denn aus meinen Berufsjahren als Erzieherin in einem Kindergarten in Freiburg (Baden Württemberg) weiss ich, was man für tolle Bildungsangebote schon für die jüngsten umsetzten kann.Wir konnten die im Bildungsplan verankerten Punkte gut umsetzten. Die Erzieher/innen konnten haben nach eigenen Interessen und Neigungen Projekte ( Musikgruppe, Waldtage, Buchstaben & Zahlenspiele, Bewegungsgruppe etc) umgesetzt  und wir hatten Zeit um Elterngespräche gut vorzubereiten und durchzuführen. Wir haben ein Gruppentagebuch geführt und jedes Kind bekam am Ende seiner Kindergartenzeit “ seinen“ Kinderordner, gefüllt mit Fotos, Bildern, Erinnerungen an bestimmte Lernprozesse etc.. Das Arbeiten im Team hat immer Spaß gebracht..Das geht aber nur,wenn man einen entsprechenden Personalschlüssel, inklusive Vor,- und Nachbereitungszeit hat. Für die Erstellung von Portfolios, Besprechungen, Elterngespräche braucht man-Zeit. Auch bei uns gab es sicherlich stressige Zeiten und Möglichkeiten für Verbesserungen aber wir hatten immer Raum und Zeit um auf die Bedürfnisse einzelne Kinder gut einzugehen.

Ich persönlich finde es sehr frustrierend, wenn man nur Zeit für die nötigsten Abläufe hat und keine Zeit für persönliche Förderung bleibt. Ein paar interessante Infos über die reale Situation in Leipzig Kindergärten gibt es z.B hier (Leipziger Kita-Initiative). Oft wird von „Verwahrung“ gesprochen und nicht von Förderung einzelner Kinder. Das kann ich leider aus Erfahrung so unterschreiben. Die Erzieher passen auf, das nichts passiert, überbrücken irgendwie die Tage wenn Personal ausfällt. Für Portfolios, Elterngespräche, Projekte, – gab es bisher keine Ressourcen.

Ich frage mich immer wieder,warum der Bildungsbereich der frühkindlichen Erziehung Ländersache ist, je nachdem in welchem Bundesland man lebt,unterscheiden sich die Qualitätsstandarts erheblich. Hierzu ein guter Artikel von der Bertelsmannstiftung. Sehr gut ist auch das Video auf derselben Seite.

Ich finde es sehr schade,das in einem so reichen Land nicht für gleiche Bildungschancen für alle gesorgt wird. Ein empfohlener Personalschlüssel von 1-3 im Krippenbereich und 1-7, 5 für Kindergartenkinder in allen Bundesländern wäre ein guter Anfang.

Viele Einrichtungen suchen nach gutem Personal,auch hier sollte man auch für Verbesserungen für Erzieher sorgen. Mich überrascht es nicht, das immer weniger junge Leute die Ausbildung zum Erzieher machen wollen, sind doch die Gehälter niedrig,die allgemeine Anerkennung ebenfalls niedrig, die Verantwortung und der Stressfaktor hingegen sehr hoch. Um den Erzieherberuf aufzuwerten,sollten das Gehälter denen der Lehrer angeglichen werden und die Arbeitsbedingungen ( zumindest in den schlechter gestellten Bundesländern) verbessert werden. Seit Jahren ist es in aller Munde das die frühkindliche Bildung so wichtig ist und wird so sträflich vernachlässigt…Tsz!

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Ich würde gerne das meine Kinder genauso gut gefördert werden,egal in welchem Bundesland wir leben.

So, das waren meine persönlichen Worte zum Sonntag 🙁

Mit besten Grüßen,

Nadine

 

 

Buchtip „Komm mit zu Pettersson und Findus“ (ein Wimmelbilderbuch)

Hier gibt es seit langem mal wieder ein Buchtip von mir! Kennt ihr Wimmelbücher? Sicher kennt ihr die! Wir lieben diese Bücher, in denen man unendlich viele Details finden kann…Neulich ist mir dieses Wimmelbuch von Pettersson und Findus in die Hände gefallen und ich war sofort verliebt… Auf jeder Seite sind am Rand Gegenstände abgebildet, die man in den Bildern suchen und wieder entdecken kann. Ein wirklich wunderschönes Bilderbuch. Empfohlen wird das Buch ab ca.2,5 Jahren, ich finde man kann es sich auch schon gut mit jüngeren Kindern anschauen.

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Beziehen könnt ihr das Buch z.B hier oder ihr bestellt es einfach in der Buchhandlung bei euch an der Ecke:)

Mit besten Grüßen,

Nadine